Zusammenfassung
21. Oktober 2025
Im Innenhof der Wohnanlage an der Schlangenbader Straße in Wilmersdorf fand am Dienstag das zweite sogenannte „Bauzauntreffen“ statt – ein offener Austausch zwischen der DEGEWO, den beteiligten Baufirmen, dem Mieterbeirat und dem Sanierungsrat. Ziel war es, den aktuellen Stand der Arbeiten an dem denkmalgeschützten Gebäudekomplex vorzustellen und Fragen der Mieter zu besprechen. Die Stimmung war konstruktiv und von gegenseitigem Verständnis geprägt.
Unter den Anwesenden waren Herr Gnas, Herr Titze, Frau Jouni und Frau Schrader seitens der DEGEWO, Frau Cremer und Herr Lutz als Moderation von Stattbau und der Projektleiter, Herr Gebhardt des Bauunternehmens Sanierungsprofi GmbH. Vom Mieterbeirat nahmen Frau Stadlober, Herr Gaeth und Herr Mennicke teil, außerdem Vertreter des Sanierungsrats auf Mieterseite.
Schadstoffsanierung im zehnten Obergeschoss
Aktuell befindet sich der Bau in der Phase der Schadstoffsanierung. Gearbeitet wird dabei von unten nach oben – derzeit im zehnten Stockwerk. Bis Ende November sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein. Trennwände werden dort entfernt, wo entsprechende Belastungen festgestellt wurden.
Die Innenwände bleiben erhalten, um die historische Struktur des Gebäudes zu bewahren. Ein Austausch durch moderne Rigipswände ist aufgrund der Denkmalschutzauflagen nicht vorgesehen. Gleichzeitig werden die Bäder, die ursprünglich als Fertigzellen eingebaut wurden, komplett erneuert.
Fenster, Fassade und Ausblick
Parallel läuft der Fensteraustausch in den unteren Etagen: Etwa 40 bis 50 Prozent der Fenster sind bereits ersetzt, bis Jahresende wird ein Fortschritt von 80 bis 90 Prozent erwartet. Auch die Arbeiten an der Fassade haben begonnen und sollen zügig voranschreiten.
Trotz einzelner zusätzlicher Leistungen im Bestand, die derzeit noch geprüft werden, bleibt die Fertigstellung des ersten Sanierungsabschnitts nach Angaben der Projektleitung im Zeitplan: Ende 2026 soll der Bauabschnitt abgeschlossen sein.
Konstruktiver Austausch mit den Mietern
In der Gesprächsrunde berichteten Mieter von ihren Erfahrungen während der Bauphase. Themen waren etwa Verschmutzungen und Baulärm, die bei einem Projekt dieser Größenordnung kaum vollständig vermeidbar sind. Auch Stromausfälle und Fragen zur Sperrmüllentsorgung wurden angesprochen.
Die Vertreter der DEGEWO nahmen die Hinweise auf und betonten, wie wichtig der regelmäßige Dialog mit der Mieterschaft sei. Insgesamt wurde der gegenseitige Austausch als offen, konstruktiv und lösungsorientiert wahrgenommen.
Musterwohnung
Den Wunsch zur Besichtigung einer Musterwohnung im Pilotprojekt in der die Ergebnisse der Sanierung im Detail besichtigt werden können nimmt die DEGEWO gerne für das kommende Jahr mit, es könne aber noch kein konkreter Zeitraum benannt werden.
Ein ausführliches Protokoll des Treffens mit allen technischen und organisatorischen Details will die DEGEWO in den kommenden Wochen veröffentlichen.
Quartiersarbeit und Kunst aus der Nachbarschaft
Zur Quartiersarbeit gehört auch die Bauzaunausstellung entlang der Wiesbadener Straße, die derzeit das Sanierungsprojekt begleitet. Sie zeigt Beiträge aus dem Umfeld der Wohnanlage und wird von vielen Anwohnern mitgestaltet. In diesem Zusammenhang läuft ebenfalls der Abschluss der Einsendungen und der Online-Abstimmung im Projekt „Kunst aus der Nachbarschaft Schlange“ – ein weiterer Baustein der nachbarschaftlichen Beteiligung, der auf großes Interesse stößt.
V.i.S.d.P. Gaeth (2025-10-21)
